ūüďě 0201 70 50 23    ūüď† 0201 70 50 43    ‚úČÔłŹ ruhrlandschule.info@schule.essen.de   
 

Besondere Unterrichtsangebote

 

 

Kanufahren

 
An der Ruhrlandschule gibt es seit vielen Jahren als Wassersportangebot das Kanufahren auf dem Baldeneysee.

Die zweite S√§ule unseres Schulsports stellt das Reiten dar. Das Voltigierreiten gibt es hier einmal in der sportlichen Version und dann noch als das eher therapeutisch geleitete Heilp√§dagogische Voltigieren.

Allen Aktivit√§ten liegt das gemeinsame Anliegen zugrunde, wonach neben der Freude an Spiel, Sport und Bewegung vor allem die Entwicklung der K√∂rperbewusstheit, das allgemeine Wohlbefinden, soziale Kompetenz und das Erkennen eigener St√§rken gef√∂rdert werden sollen.

 

Heilpädagogisches Voltigieren

 

Carolinenhof Winter 2024

 

Heilp√§dagogisches Voltigieren ‚Äď ein gemeinsames Projekt der Ruhrlandschule und der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Zusammenarbeit mit dem Carolinenhof, einem integrativen Reiterhof.

Das Heilp√§dagogische Voltigieren findet als zus√§tzliches Angebot der Ruhrlandschule seit Januar 2006 einmal w√∂chentlich mit einer Gruppe von sechs Patient:innen der Kinder- und Jugendpsychiatrie statt.

Die aktuellen Gruppen setzen sich aus Patient:innen der KJP3 und der KJP5 zusammen. Somit ist dies eine der wenigen Gelegenheiten w√§hrend des Schul- und Klinikalltags, in der √§ltere und j√ľngere Sch√ľler:innnen (Spanne bisher ca. 8-18 Jahre) gemeinsam an einer Aktivit√§t teilnehmen. Der direkte Kontakt der verschiedenen Altersgruppen stellt gerade die √§lteren Sch√ľler:innen vor die Herausforderung, sich auf J√ľngere einzustellen und R√ľcksicht zu nehmen.

Zun√§chst bestehen eigentlich immer auf beiden Seiten Hemmungen, die jedoch schnell zu einem harmonischen und respektvollen Umgang miteinander gef√ľhrt haben. Unter den Gruppen, die l√§ngere Zeiten zusammen Voltigieren gegangen sind, nimmt auch die Kommunikation √ľber die Altersgrenzen hinweg zu.

Erste Aufgabe nach der Ankunft auf dem Reiterhof ist die Pflege und S√§uberung des Therapiepferdes. Die Sch√ľler:innen m√ľssen lernen sich auf die Therapeutin und vor allem auf den neuen Partner Pferd einzulassen. Auch hier baut sich der vorhandene Respekt meist schnell ab und das Pferd wird f√ľr die Reiter:innen zum neuen ‚Äěbesten Freund‚Äú. Auch das Striegeln des Pferdes und das S√§ubern der Hufe erfolgt in Zusammenarbeit aller Sch√ľler:innen und st√§rkt sowohl das Gruppengef√ľhl als auch den Abbau vorhandener √Ąngste und Schranken.

Sowohl hier als auch beim anschlie√üenden Voltigieren m√ľssen sich alle an die von der Therapeutin vorgegebenen Regeln halten. Kooperation und Teamarbeit sind hier die vorrangigen Ziele.

Das Voltigieren selbst tr√§gt sehr zur St√§rkung des Selbstbewusstseins bei und bereitet zudem ausnahmslos allen sehr viel Spa√ü. Bisher gab es hier nur positive Erfahrungen. Die Sch√ľler:innen pr√§sentieren sich stolz auf dem Pferd ihren Beobachter:innen und berichten sp√§ter mit Begeisterung auf den Stationen oder Zuhause von ihren Leistungen. Viele zeigen bei den √úbungen ein Ausma√ü an Mut und Selbstvertrauen, welches im Schulalltag selten zu beobachten ist. Selbst unangenehmere Aufgaben (z.B. die Entsorgung von Pferde√§pfeln) werden ohne Murren ausgef√ľhrt. Diejenigen, die schon Reiterfahrungen haben, k√∂nnen an vorhandene Erfahrungen ankn√ľpfen bzw. die anderen schaffen sich neue Ressourcen. So werden auch neue Lernprozesse und Erfahrungen angebahnt, die nach dem Klinikaufenthalt vertieft werden k√∂nnen (teilw. schon von den Erziehungsberechtigten angestrebt).

Das HPV bietet eine positive Bereicherung des Klinikalltages und tr√§gt zur F√∂rderung der Sch√ľlerinnen vor allem im sozialen und emotionalen Bereich sehr viel bei. 

Das attraktive HPV ist allerdings nicht kostenneutral, sondern verursacht fortlaufend erhebliche Anstrengungen zur Finanzierung. √úber jede finanzielle Unterst√ľtzung freuen wir uns und verweisen hier auf den  F√∂rderkreis der Ruhrlandschule.
 

 

 https://carolinenhof.org

 

Voltigieren als Schulsport

 
 

Seit 2012 hat die Ruhrlandschule das Unterrichtsangebot f√ľr die Kinder- und Jugendpsychiatrie erweitert. Montags haben die Sch√ľler:innen die M√∂glichkeit, an dem Schulsportangebot Voltigieren teilzunehmen, das von Anne S√ľmnik und Kristina Kerlen, Lehrerinnen der Ruhrlandschule, geleitet wird. Beide Lehrerinnen verf√ľgen √ľber eine Trainerlizenz (Voltigieren / Reiten). Das Voltigieren wird auf der Anlage des Reitsportvereins Essen e.V. durchgef√ľhrt. Der Verein verf√ľgt √ľber einen Gymnastikraum zum Aufw√§rmen, mehrere Reithallen und ausgebildete Voltigierpferde.

Warum ist das Voltigieren als Schulsport gerade f√ľr psychisch kranke Kinder so wichtig?

(Erlebnis-) Pädagogische Potentiale des Voltigierens:

‚Č° Naturerfahrung

- Der Reitstall bietet verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten.

‚Č° Umgang mit Herausforderungen
- Umgang mit Emotionen / √Ąngsten

- Umgang mit Erfolg / Misserfolg

‚Č° K√∂rpererfahrung
- Gleichgewicht, sich durch das Pferd bewegen lassen

- Grund√ľbungen des Voltigierens kennen  lernen

‚Č° Selbsterfahrung
- Sich auf den Sportpartner Pferd einlassen

- bisher unbekannte Bewegungserfahrungen sammeln

‚Č° Gruppe
- Integration, Kontakt zu Jugendlichen
- Leistungsunterschiede (Konkurrenz)
- Kommunikation, Absprachen
- Kooperation, Vertrauen
Das Voltigieren als Schulsport als besonderes Unterrichtsangebot der Ruhrlandschule wird durch Fördergelder finanziert.
Im Jahr 2023 freuen sich die Voltigierer ganz besonders √ľber die finanzielle Unterst√ľtzung der Sparkasse Essen durch die Mittel aus der Lotterie "PS-Sparen und Gewinnen".
 

SegeL - Selbstgesteuertes Lernen

 

Seit dem Schuljahr 2014 / 2015 gibt es am Standort der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Wickenburgstra√üe f√ľr Sch√ľler:innen die M√∂glichkeit, zus√§tzliche schulische Angebote zu nutzen. Die Grundidee ist, einzelnen Sch√ľler:innen au√üerhalb ihres bekannten Stationsschulraumes Gelegenheit zu geben, weitgehend selbstst√§ndig an einer schulischen Aufgabe oder einem (kleinen) Projekt zu arbeiten. Im Idealfall w√§hlen die Sch√ľler:innen selbst diesen Gegenstand.

Dabei werden sie unterst√ľtzt von einer Aufsicht f√ľhrenden Lehrkraft, die in der Regel nicht Bezugslehrkraft ist. Dies erm√∂glicht die Erfahrung, dass es sich lohnt, sich auf Neues, auf eine unbekannte Bezugsperson einzulassen und davon zu profitieren ‚Äď schulisch und pers√∂nlich, z.B. hinsichtlich der Entwicklung fachlicher und sozialer Kompetenzen, aber auch hinsichtlich der Entdeckung eigener Ressourcen.

Aufgabe der Lehrer:in ist es, Materialien und Medien zur Verf√ľgung zu stellen, zu motivieren, den pers√∂nlichen Lernprozess zu begleiten und zu reflektieren, sodass die Sch√ľler:innen (wieder) positive Unterrichtserfahrungen sammeln k√∂nnen, die zudem dazu beitragen, ihre Selbstwirksamkeit zu f√∂rdern und zu st√§rken.