Ruhrlandschule

Wir bauen Brücken!

Pädagogik bei Krankheit

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche, die innerhalb eines Schuljahrs voraussichtlich mindestens vier Wochen erkrankt sind, in einer Klinik behandelt werden und ihre Stammschule nicht besuchen können, erhalten Unterricht von Lehrern der Schule für Kranke. Die meisten Schüler sind aufgrund ihrer Erkrankung und deren Behandlung besonderen Belastungen ausgesetzt, die sich tief greifend und umfassend auf ihre Lebens- und Lernsituation auswirken. Dies wird auch im schulischen Unterricht deutlich und konkretisiert sich in einem individuellen Förderbedarf kranker Schüler.

Pädagogische Förderdiagnostik

Pädagogische Diagnostik findet insbesondere in alltäglichen Lehr- und Lernsituationen statt. Diagnostische Daten werden vorwiegend durch Beobachtung in Unterrichtssituationen und auf der Grundlage von Gesprächen mit den Schülern, ihren Erziehungsberechtigten, den Lehrkräften der Stammschulen, dem Klinikpersonal und ggf. weiteren Personen (z. B. niedergelassenen Therapeuten) erhoben.

Pädagogische Diagnostik dient der individuellen bzw. der sonderpädagogischen Förderung kranker Schüler. Aus den Diagnosedaten leiten Lehrkräfte der Schule für Kranke Fördermaßnahmen ab, die sie in Absprache mit den Pflege- und Erziehungsteam der Klinik bzw. dem ärztlichen und therapeutischen Personal abstimmen. Pädagogische Diagnostik und sonderpädagogische Fördermaßnahmen beziehen sich insbesondere auf die Bereiche des Lern- und Arbeitsverhaltens, der Lern- und Leistungsmotivation und des Sozialverhaltens. Darüber hinaus wird der aktuelle Lern- und Leistungsstand der Schüler in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen) erhoben und dokumentiert.

Krankenpädagogische Förderung

Schulische Pädagogik bei Krankheit geht von der besonderen pädagogischen Bedürfnislage körperlich, psychosomatisch und psychisch kranker Kinder und Jugendlicher aus. Der im Auftrag der Kultusministerkonferenz erarbeiteten Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler beschreibt diese ausführlich und leitet daraus die Notwendigkeit entsprechender pädagogischer Interventionen ab (vgl. www.kmk.org ). Einige Aspekte seien hier exemplarisch genannt:

Das übergreifende Ziel krankenpädagogischer Förderung und des Unterrichts an unserer Schule ist die schulische Rehabilitation sowie die soziale Reintegration kranker Kinder und Jugendlicher in eine Regelschule des allgemeinen Schulsystems.

Pädagogische Begleitung und Unterstützung im Krankheitsfall

Der Unterricht an unserer Schule orientiert sich an der individuellen Lernausgangslage und den Interessen der Kinder und Jugendlichen und verfolgt das Ziel der schulischen Reintegration. Über das Unterrichtsangebot hinaus benötigen viele unserer Schüler jedoch weitere pädagogische Begleitung und Unterstützung: